HIV/AIDS - Gesellschaftspolitische Herausforderung und
christliche Verantwortung

Exposure- und Dialogprogramm in Südafrika
im Auftrag und in Zusammenarbeit mit dem Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK)
29. Oktober - 7. November 2010

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Was bedeutet HIV/AIDS für Entwicklungshilfe, Gesundheitspolitik und das Engagement von Laien in Kirche und Gesellschaft?

KarteQuelle: CIA world factbook

 

Karte
"How can I understand a figure or a statistic unless I have held the hand that it represents? The people we are talking about are the same as us. By the way we treat them, we know just how much like Jesus we have become.' (…) We are constantly called to the human encounter and experience which needs to be at the heart of a professional operation (…). Bishop Kevin Dowling CSsR (Versammlung der Südafrikanischen Bischofskonferenz 20.07.09)
Foto: Michael Mc Closkey (www.pbase.com)

Im Exposure– und Dialogprogramm erschließen sich die Teilnehmenden einen persönlichen Zugang zu der Herausforderung, die HIV/AIDS für Gesellschaft, Politik und Kirche bedeutet. Das Programm ermöglicht persönliche Erfahrungen mit Menschen, die als ehren– und nebenamtlich Engagierte in der AIDS-Arbeit in Südafrika tätig sind. Durch das Erleben und den Austausch über verschiedene kirchliche Projektansätze wird deutlich, wie sich Christen ihrer Verantwortung im Umgang mit HIV-Infizierten und in der Prävention konkret stellen.
Das Exposure- und Dialogprogramm beginnt mit einer Hospitation im Tätigkeitsbereich von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der AIDS Arbeit. Sie begleiten in unterschiedlicher Weise von HIV/AIDS betroffene Menschen in der ambulanten Pflege, sozialpädagogischen Arbeit oder psychosozialen Betreuung: Waisenkinder und andere Angehörige, HIV-Positive und AIDS Kranke mit oder ohne Zugang zu medikamentöser Behandlung. Neben dem unmittelbaren Kennenlernen der Projektarbeit wird der Lebensrealität der Mitarbeiter in ihrer Familie und ihrem Umfeld Aufmerksamkeit geschenkt.

Exposure und Dialog® ermöglicht es in kurzer Zeit, intensive persönliche Einblicke in die Lebensumstände der Menschen vor Ort zu gewinnen sowie mit Projektmitarbeitern und Verantwortungsträgern ins Gespräch zu kommen. Der persönlichen Reflexion der Erfahrungen aus den dreitägigen Hospitationsaufenthalten bei Familien von Mitarbeitern in der AIDS Arbeit wird viel Raum gegeben. Abschluss des Programms bildet der Dialogworkshop mit den Leitern der besuchten Projekte, Vertretern der südafrikanischen Bischofskonferenz und weiteren Experten. Hier wird die Auseinandersetzung darüber vertieft, vor welche Herausforderungen Entwicklungshilfe und Gesundheitspolitik durch HIV/AIDS gestellt werden und was sie für die Weltkirche, aber auch für Kirche und das Engagement von Laien in Deutschland bedeuten. Der Umgang mit Menschen, die mit HIV/AIDS leben, ist in unserer Gesellschaft weitgehend den Spezialisten in den Hilfswerken, dem öffentlichen Gesundheitswesen und den unmittelbar Betroffenen und ihren Angehörigen überantwortet. Dies trägt dazu bei, dass sich Nicht-Betroffene nur selten ein eigenes Bild von HIV/AIDS machen können. In Zusammenarbeit mit missio und Misereor möchten das ZdK und der EDP e.V. mit diesem Programm einen Beitrag dazu leisten, einen von compassion geprägten Zugang zu finden und die Sprachfähigkeit von Christen in der Gesellschaft zu HIV/AIDS zu stärken. Ein Informationsblatt steht hier zum Download im PDF Format bereit.

 

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