HIV/AIDS - Gesellschaftspolitische Herausforderung und
christliche Verantwortung

 

Erstinformation zu Südafrika

Zentrum Inkanyezi

Südafrika ist ein sehr lebendiges und vielschichtiges Land mit historisch bedingten, tiefgehenden gesellschaftlichen Spaltungen. Die Annäherung von sozialen Klassen, Ethnien, Regionen und Religionen ist bis heute eine große Herausforderung. Überlagert wird die gesellschaftliche Entwicklung durch die hohe Anzahl von Menschen, die mit HIV/AIDS leben. Das weltweit am stärksten von der Immunschwächekrankheit betroffene Land hat eine HIV-Infiziertenrate von 11 % bei ca. 49 Mio. Einwohnern, wobei regional große Disparitäten vorliegen. Nach Jahren der Problemverleugnung begann die Regierung erst 2004 Maßnahmen im Kampf gegen AIDS zu ergreifen. Das konstitutionell verankerte Recht auf medizinische Versorgung für alle wird in der Praxis jedoch nicht eingelöst, die Lebenserwartung liegt bei unter 50 Jahren. Die katholische Kirche gehört mit derzeit ca. 19.000 behandelten Patienten zu den größten nichtstaatlichen Anbietern von antiretroviraler  Behandlung. Sie ist seit Mitte der 1990er Jahre v.a. dort in der AIDS-Arbeit involviert, wo das öffentliche Gesundheitswesen darniederliegt. 70 % der Bevölkerung konsultiert auch traditionelle Heiler, daher gilt es, Brücken zwischen traditioneller und moderner Medizin zu bauen und die Selbsthilfekräfte der Betroffenen zu stärken.

Weiterführende Hinweise

Webseiten der Veranstalter:
Exposure- und Dialogprogramme e.V.
Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK)
in Zusammenarbeit mit missio und MISEREOR

Informationen zum Thema:


Partner vor Ort:
Southern African Bishops' Conference - SACBC AIDS Office
Sinomlando Centre for Oral History and Memory Work
Pietermaritzburg Agency for Christian Social Awareness